Steuerberatung Nürnberg: Einführung des elektronischen Lohnsteuerabzugsverfahrens (ELStAM)

Von Thomas Klask am 12. Dezember 2012 um 14:34

Das Bundesministerium der Finanzen hat das vorläufigen Startschreiben zum erstmaligen Abruf der elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale (ELStAM) durch den Arbeitgeber und Anwendungsgrundsätze für den Einführungszeitraum 2013 bekannt gegeben. Seit dem 1.11.2012 können die Arbeitgeber die ELStAM der Arbeitnehmer mit Wirkung ab dem 1.1.2013 abrufen; grundsätzlich besteht dazu die Pflicht für laufenden Arbeitslohn, der für das Kalenderjahr 2013 gezahlt wird. Daraus ergibt sich, dass der Arbeitgeber die ELStAM spätestens für den letzten in 2013 endenden Lohnzahlungszeitraum (i.d.R. Dezember 2013) abzurufen und anzuwenden hat. In 2013 kann das Lohnsteuerabzugsverfahren demnach nach Maßgabe der Regelungen für das Papierverfahren oder für das ELStAM-Verfahren durchgeführt werden. Solange der Arbeitgeber in 2013 das ELStAM-Verfahren nicht anwendet, sind weiterhin die Papierbescheinigungen (insb. Lohnsteuerkarte 2010, Bescheinigung für den Lohnsteuerabzug 2010, 2011 oder 2013 des Finanzamts) zu verwenden, wobei die zuletzt ausgestellte amtliche Bescheinigung maßgebend ist.
Für den Fall unzutreffender ELStAM wegen abweichender Meldedaten und aus anderen Gründen gelten besondere Regelungen. Ebenso für den erstmaligen Einsatz des ELStAM-Verfahrens nach dem Starttermin, die Anwendung/Nichtanwendungen der abgerufenen ELStAM, etc.
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Steuerberatung Nürnberg: Nachweisregelungen bei innergemeinschaftlichen Lieferungen (§ 17a UStDV)

Von Thomas Klask am 12. Dezember 2012 um 11:29

Bei innergemeinschaftlichen Lieferungen sollen einfachere und eindeutigere Nachweisregelungen geschaffen werden, nachdem die mit Wirkung vom 1.1.2012 als weitgehend einzige Nachweismöglichkeit für die Anwendung der Steuerbefreiung für innergemeinschaftlichen Lieferungen in § 17a UStDV geschaffene sogenannte Gelangensbestätigung in der Praxis zu Anwendungsschwierigkeiten geführt hat. Mittels einer neuen Verordnung sollen weitere Nachweismöglichkeiten geschaffen werden. Insbesondere wird zugelassen, dass der Unternehmer das Vorliegen der innergemeinschaftlichen Lieferungen mit einer Bescheiniung des von ihm beauftragten Spediteurs belegen kann. Der Unternehmer kann den Nachweis auch mit anderen Belegen und Beweismitteln führen, aus denen sich das Gelangen des Liefergegenstandes in das übrige Gemeinschaftsgebiet nachvollziehbar und glaubhaft ergibt. Die sog. Gelangensbestätigung gilt damit nur als eine mögliche Form des Belegwesens.

Steuerberatung Nürnberg: Beitragsbemessungsgrenzen und Beitragssätze zur Sozialversicherung 2013

Von Thomas Klask am 06. Dezember 2012 um 16:56
2012 2013
Beitrags-BMG zur gesetzlichen Renten- und
Arbeitslosenversicherung
West 5.600 € monatlich
(67.200 € jährlich)
5.800 € monatlich
(69.600 € jährlich)
Ost 4.800 € monatlich
(57.600 € jährlich)
4.900 € monatlich
(58.800 € jährlich)
Beitrags-BMG zur gesetzlichen Kranken- und
Pflegeversicherung
3.825 € monatlich 3.937,50 € monatlich
Versicherungspflichtgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung 50.850 € jährlich 52.200 € jährlich
Beitrags-Satz zur gesetzlichen
Rentenversicherung (AN-/AG-Anteil) 19,6 % (je 9,8%) 18,9 % (je 9,45%)
Arbeitslosenversicherung (AN-/AG-Anteil) 3,0 % (je 1,5%) 3,0 % (je 1,5%)
Beitrags-Satz zur gesetzlichen
Krankenversichg. allgemein (AN-/AG-Anteil) 15,5% (8,2%/7,3%) 15,5% (8,2%/7,3%)
Krankenversichg. ermäßigt (AN-/AG-Anteil) 14,9% (7,9%/7,0%) 14,9% (7,9%/7,0%)
Pflegeversichg. allgemein (AN-/AG-Anteil) 1,95% (je 0,975%) 2,05% (je 1,025%)
Pflegeversichg. kinderlose (AN-/AG-Anteil) 2,2% (1,225%/0,975%) 2,3% (1,275%/1,025%
Pflegeversichg. Sachsen (AN-/AG-Anteil) 1,95% (1,475%/0,475%) 2,05% (1,525%/0,525%)

Steuerberatung Nürnberg / Wirtschaftsprüfung Nürnberg: Latente Steuern – Verlautbarung der Bundessteuerberaterkammer vs. Auffassung des IDW

Von Thomas Klask am 04. Dezember 2012 um 11:04

Die Bundessteuerberaterkammer (BStBK) hat mit Datum 12.10.2012 eine Verlautbarung zum Ansatz von Rückstellungen für latente Steuern in der Handelsbilanz veröffentlicht. Darin weicht sie in mehreren Punkten von der Auffassung des IDW ab. Beispielsweise sind nach IDW RS HFA 7 auch kleine Personengesellschaften und nicht haftungsbeschränkte Personenhandelsgesellschaften, die nicht freiwillig § 274 HGB anwenden, zum Ausweis passiver latenter Steuern verpflichtet. Nach Meinung der BStBK, gilt diese Vorschrift gerade nicht für Einzelkaufleute, nicht haftungsbeschränkte Personenhandelsgesellschaften und kleine Kapitalgesellschaften, welche die Erleichterung des § 274 a Nr. 5 HGB in Anspruch nehmen. Weiterhin angesprochen werden in diesem Zusammenhang Fragen zur Anwendung des § 249 Abs. 1 Satz 1 HGB für latente Steuern, zur Saldierung aktiver mit passiver latenter Steuer und zur Abzinsung. Für Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.